Der lange Arm von
Mütterchen Russland


Schnee und Eis bedeckten nach wie vor dieses Archipel im Norden Europas. Immer wieder gab es in der Vergangenheit hier Versuche die Vorkommen verschiedener Rohstoffe aus dem Boden zu holen. Vornehmlich spielte dabei die Förderung von Kohle eine bedeutende Rolle. Aber auch andere Ressourcen wurden auf Spitzbergen mehr oder weniger erfolgreich dem Boden entrissen.


Sei es Marmor oder Gips. Viele Vorhaben scheiterten an den Geldmitteln, dem Willen oder den Weltmarktpriesen. Aufgegeben wurde hier oben im Norden dennoch nicht. Das liegt an der besonderen politischen Situation und Gegebenheit dieser Inseln. Sie stehen zwar unter norwegischer Verwaltung, ist jedoch nicht Bestandteil der norwegischen Krone, das heisst, es ist in letzter Konsequenz kein norwegisches Staatsgebiet.


Der Spitzbergen Vertrag sichert allen Nationen zu hier nach Rohstoffen Ausschau zu halten. De Facto sind somit die Minengebiete Hoheitsgebiete der jeweiligen Nation. Deshalb gibt es hier nach wie vor eine Reihe von russischen Enklaven. Die momentan aktive von ihnen ist Barentsburg am Grönfjord. Im Zuge der geopolitischen Situation spielt Russland mit dem Gedanken alte Minen, wie Pyramiden bsw., wieder in Betrieb zu nehmen. Auch wenn hier im Jahr nur eine Tonne gefördert werden sollte.


Jedoch wird der Kohle nicht wieder zum alten Glanz verholfen. Unweit von Pyramiden ist man bei Probebohrungen auf Erdöl gestoßen. Wahrscheinlich wird es weitere Vorkommen auf dem Küstenschlef des Archipels geben. Es ist daher anzunehmen, das hier über kurz oder lang, ein weiterer Machtpoker ausgeführt werden wird.

Zwar ist die militärische Präsenz, ähnlich dem Antarktis Vertrag, auf Spitzbergen verboten, jedoch wird die Zukunft zeigen wer hier "die Hosen an hat". Barentsburg kam erst vor kurzem erneut den Fokus der Aufmerksamkeit anlässlich des aktuellen Ukraine Konfliks. Auf Grund des Embargos der europäischen Staaten war der Import von bestimmten Gütern nach Russland untersagt - wozu auch die Enklave Barentsburg zählt.


Schließlich wurde hier eingelenkt von der norwegischen Regierung. Bei allem sollte man auch im Blick haben, dass die Russen das Nachbararchipel Franz Josef Land mittlerweile erneut modernisiert und hochgerüstet hat. Barentsburg hat sich zwar der norwegischen Gesetzbarkeit unterworfen. Dies ist jedoch allein der Einfachheit halber geschuldet, sprich der Mitnutzung des Flughafens in Longyearbyen.

Das Blatt kann sich jedoch schnell wenden. Auch weil es um weitere Interessen im arktischen Ozean gehen könnte. So könnte der chinesische Staat hier auf Spitzbergen aktiv werden und somit de Facto Anrainerstaat der Arktis werden. Somit den Fuß in der Tür haben....

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